Aussichtsturm in Lünen


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Fertigstellung: 1997

Gelände der Landesgartenschau 1996

Projekt: Universität Dortmund 1997

Der gewählte Bauplatz für einen Aussichtsturm befindet sich auf der nordwestlichen Seite des Datteln-Hamm-Kanals auf einer Abraumhalde, von der aus man das gesamte Landesgartenschaugelände sowie die Innenstadt von Lünen und deren Vororte überblicken kann.

Um in dieser heterogenen Landschaft einen Ruhepol zu schaffen, zeigt sich der 36 Meter hohe Aussichtsturm als runder, richtungsneutraler Holzturm, der dem bewaldeten Umfeld zu „entwachsen“ scheint. Dabei ergibt sich aus dem Stabtragwerk, welches ein hyperbolisches Paraboloid bildet, eine leichte, hoch transparente Struktur, die durch ein intensives Licht- und Schattenspiel die Umgebung mit einbezieht. Durch das Zollinger-Lamellen-Konstruktionsprinzip, entsteht eine kraftschlüssige und in alle Richtungen steife Konstruktion. Dabei bleiben die Stäbe, bei Abmessungen von 10 auf 10 Zentimetern, sehr schlank und die Transparenz erhalten. Ausgesteift wird die Konstruktion durch an den Kreuzungspunkten angeordneten Ringen.

Um eine möglichst hohe Schlankheit der Konstruktion zu wählen, wurde die Bemessung des Turmdurchmessers so vorgenommen, dass im schmalsten Punkt die Konstruktion die gewendelte, vom Dach abgehängte, Treppe mit 4 Metern eng umschließt. Zum Boden hin weitet sich der Turm auf. Am Aussichtspodest auf 30 Meter Höhe wird ein Durchmesser von 6 Metern erreicht.

Das Aussichtspodest besteht aus radial angeordneten Balken mit Holzschalung, die auf einen an der Hauptkonstruktion befestigten Ring aufgelegt werden.

Den Abschluss bildet ein weit auskragendes um 3 Grad geneigtes Dach, das ebenfalls aus radial angeordneten Balken besteht, die auf einem äußeren Ring aufliegen.